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Natürlich Eberswalde


Schön ist sie die Waldstadt und die Landschaft um sie herum!
Sie glauben das nicht?

Dann schauen Sie doch einmal genauer hin.
Am Werbellinsee läuft zur Zeit eine Ausstellung mit Bildern von Peter Schirmer. Er hat mit seinem künstlerischen Auge die Landschaft seziert und persönliche Erinnerungen festgehalten. Ja, es ist schön hier im Barnim, am Finowkanal und ja, auch im Oderbruch.

Oder schauen Sie zum Beispiel in die neue Broschüre der Stadt. Mit diesem Heft im Querformat möchte die Waldstadt mit dem Slogan „Natürlich Eberswalde“ für sich als Wohnort, Arbeitsort, Industrie- und Dienstleistungsort werben.

Und ein Blick in die Broschüre bestätigt: hier ist es schön!

Ein Tag in Eberswalde, von morgens bis abends ist hier etwas zu tun.

Aber wie ist das für die Menschen, die hier leben und arbeiten?

Wir kennen die so genannten Schandflecken der Stadt - man muss nur mal die Eberswalder und Heegermühler Straße langfahren. Da wird einem Angst und bang. Leere, tote Ruinen im Abstand von wenigen Metern.

Oder man kann auch eine x-beliebige Straße langgehen. Nun, da der Schnee schmilzt, treten sie wieder zu Tage: die diversen Haufen der vierbeinigen Scheißer und auch der Silvesterdreck tritt zu Tage.

Bitte: das ist nicht die Aufgabe der Stadt. Auch die Menschen die hier wohnen, haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es hier schön ist. Oder eben auch nicht.

Esther Schleidweiler


Quelle: Eberswalder Blitz