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Weesowerin erhält Stipendium


So schnell können Träume wahr werden. Für die 22-jährige Nadja Günnel aus Weesow heißt es im August auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten nach Amerika. Sie hatte sich im Rahmen des Parlamentarischen Patenschafts-Programmes (PPP) des Bundestages und des amerikanischen Kongresses um ein Jahr in den USA beworben. Am Dienstag lud die SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Bierwirth Nadja in ihr Bernauer Büro ein. Aber sie ließ zunächst in dem Glauben, dass es sich um ein nochmaliges Bewerbungsgespräch handelt. Nachdem dann das Geheimnis gelüftet wurde, konnte Nadja ihre Tränen vor Freude kaum zurückhalten.
Zurzeit absolviert sie noch eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin bei Mercedes-Benz in Ludwigsfelde. Aufgrund guter Leistungen kann sie im Juni vorzeitig auslernen. Ihr Wunsch für ein Jahr in die USA zu gehen wurde konkreter als sie sich im Rahmen ihrer Ausbildung damit beschäftigen musste, was sie nach Ausbildungsabschluss machen möchte. „Ich wollte erst einmal meine Ausbildung fertig machen, vielleicht ins Ausland gehen und natürlich arbeiten gehen“, so Nadja. Ihr Meister vermittelte ihr daraufhin den Kontakt zu einem Mädchen, welches über das PPP ein Jahr in den USA verbrachte. Beeindruckt davon bewarb sie sich nun selbst um ein solches Auslandsjahr. Es folgte die Einladung des PPP, ein Test, in dem Deutsch-, Politik- und Englischkenntnisse gefragt waren. „Der Test war in Ordnung“, so Nadja. Befragt danach, in welche Region sie gerne möchte, antwortete sie: „Am liebsten in den Norden von Amerika. Nur nicht an die Golfküste“. Den endgültigen Aufenthaltsort wird von einem amerikanischen Abgeordneten festgelegt.
Bis August muss noch den Toeffeltest absolvieren und wird im Rahmen einer Vorbereitungswoche auf das Jahr in den USA eingestimmt. Das Jahr wird in zwei Hälften splitten. Das erste Halbjahr wird sie an einem College verbringen und das Zweite in einem amerikanischen Unternehmen. Dieses muss sie sich vor Ort selbst suchen. Sie muss für ihren Unterhalt selbstständig sorgen.
Die Flüge in den USA werden über das PPP finanziert.
„Ich möchte in meinem Beruf arbeiten, Auslandspraxis erwerben, mein Englisch verbessern und nette Leute treffen“, fasst Nadja ihre Erwartungen zusammen. „Wenn ich aus den USA zurückkommen, könnte ich mir vorstellen, ein Studium der Kfz-Technik in Richtung Karosseriebau/Entwicklung in Zwickau zu beginnen“.

Quelle: Eberswalder Blitz